14.01.2013

Baden-Württemberg Stiftung beschließt neue Programme für 2013

Edith Sitzmann: Baden-Württemberg Stiftung stärkt Innovationskraft des Landes

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat in seiner ersten Sitzung in diesem Jahr neue Programme beschlossen und dafür 32,45 Mio. Euro bereitgestellt. Die Mittel kommen gemeinnützigen Projekten in Baden-Württemberg zu Gute und dienen der Zukunftssicherung des Landes. Das Projektvolumen beträgt somit seit Gründung der Stiftung im Jahr 2000 insgesamt rund 680 Mio. Euro.

Stuttgart, 14. Januar 2013 - Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat in seiner Sitzung Programme in Höhe von 32,45 Mio. Euro beschlossen. Damit wird die Stiftung im kommenden Jahr ihr Engagement in den Bereichen Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur fortführen. Edith Sitzmann MdL, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende sagte: „Die Baden-Württemberg Stiftung setzt vor allem auf Ressourceneffizienz, kulturelle Bildung, Suchtprävention sowie Inklusion und damit die richtigen Schwerpunkte, um die Innovationskraft unseres Landes weiter zu stärken. Die geförderten Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur ökologischen Modernisierung und zu einer sozialen und kulturellen Teilhabe aller Menschen unserer Gesellschaft.“ Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte bereits im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung die Bedeutung der Stiftung für Baden-Württemberg unterstrichen: „Mit der Baden-Württemberg Stiftung besitzt das Land ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Bundesländern. Denn die Stiftung initiiert Projekte, die ganz gezielt den Bürgerinnen und Bürgern im Land zu Gute kommen und nachhaltig wirken.“

Die Baden-Württemberg Stiftung gehört zu den großen Stiftungen in Deutschland und führt als operative Stiftung eigene Programme und Projekte durch, die sich an hohem Innovationsgrad, Nachhaltigkeit und der Stärkung von Standortvorteilen für das Land messen lassen. „Mit unseren neu beschlossenen Programmen engagieren wir uns in gesellschaftlich hoch aktuellen Bereichen. Damit tragen wir weiter dazu bei, Baden-Württemberg als innovatives und lebenswertes Land zu stärken und bleiben ein verlässlicher Partner für die Bürgerinnen und Bürger“, erklärte Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung.

Minister Dr. Nils Schmid MdL hob die Bedeutung des Forschungsbereichs für das Land Baden-Württemberg im nationalen und internationalen Vergleich hervor: "Die Förderung zukunftsweisender Forschung ist ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Gesamtausrichtung der Baden-Württemberg Stiftung. Mit ihrer vor allem auf die Grundlagenforschung ausgerichteten Förderung trägt die Stiftung dazu bei, dass Baden-Württemberg auch weiterhin ein attraktiver und moderner Forschungsstandort mit einer Spitzenstellung im internationalen Wettbewerb bleibt." Von den erfolgreichen Forschungsergebnissen der Baden-Württemberg Stiftung könnten dabei nicht nur die Forschungseinrichtungen, insbesondere die Hochschulen, sondern auch die in Baden-Württemberg ansässigen Unternehmen profitieren, so Schmid weiter.

„Trotz des historisch niedrigen Zinsumfeldes können wir im Jahr 2013 Dank unserer ausgewogenen Vermögensallokation und weitsichtigen Anlagestrategie mit rund 35 Mio. € sogar noch etwas mehr Mittel bereitstellen als im Jahr 2012", sagte der für den Vermögensbereich der Stiftung zuständige Geschäftsführer Walter Leibold.

Das heute vom Aufsichtsrat beschlossene Projektvolumen in Höhe von 32,45 Mio. Euro verteilt sich auf die drei Schwerpunktfelder Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur.

Forschung

Innerhalb des operativen Schwerpunkts „Klimawandel und Energie“ wird die Baden-Württemberg Stiftung 2013 ein neues Forschungsprogramm zum Thema „Nachhaltiges Bauen“ auflegen. Zur Realisierung der Energiewende sind die Bereiche Bauen und Stadtentwicklung von großer Bedeutung, da in Deutschland ca. 40% des Primärenergieverbrauchs auf den Betrieb von Gebäuden entfällt. Es sollen u.a. innovative Materialentwicklungen wie auch Technologien zur Steigerung der Energieeffizienz bei Gebäuden erforscht werden. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaften handelt es sich um einen hoch interdisziplinären Ansatz. Für das Programm bewilligte der Aufsichtsrat 4,5 Mio. Euro.

Die begrenzte Verfügbarkeit von Rohstoffen macht ein effizienteres Wirtschaften und den Ersatz traditioneller Rohstoffe unumgänglich. Das neue Forschungsprogramm „Ressourcenschonung in der Produktion“ umfasst die Bereiche „Steigerung der Rohstoff- und Materialeffizienz“, die Rückgewinnung von Rohstoffen sowie die Substitution traditioneller Rohstoffe v.a. durch nachwachsende Rohstoffe. Das Programm soll dazu beitragen, einen wichtigen Vorsprung für das exportorientierte Hochtechnologieland Baden-Württemberg zu schaffen. Dafür hat der Aufsichtsrat Mittel in Höhe von 4,5 Mio. Euro beschlossen.

Bildung


Das Baden-Württemberg-STIPENDIUM gehört zu den größten Austauschprogrammen in Deutschland. Es dient der Stärkung des internationalen Austausches von Studierenden, Berufstätigen und Schülern. Für Baden-Württemberg ist dieses weltweite Netzwerk junger Menschen mit positivem Bezug zum Land von vitaler Bedeutung. Mehr als 14.000 junge Menschen konnten in den letzten zwölf Jahren mit dem Stipendium internationale Erfahrungen sammeln – im Ausland oder als Gast in Baden-Württemberg. Um das Programm in seinen verschiedenen Linien zu festigen und die internationalen Beziehungen zu stärken, hat der Aufsichtsrat 5,5 Mio. Euro beschlossen.  

Die „Expedition N – Nachhaltigkeit für Baden-Württemberg“ ist Europas größte mobile Bildungsinitiative zum Thema „Nachhaltigkeit“. Seit dem Jahr 2010 besucht das Expeditionsmobil rund 100 Veranstaltungen pro Jahr und erreicht damit rund 100.000 Bürgerinnen und Bürger. Der Dialog mit den Besuchern soll in Zukunft noch stärker im Fokus stehen, indem praktische Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, sodass jeder seinen persönlichen Beitrag und Nutzen erkennen kann. Für die Fortführung und Weiterentwicklung der „Expedition N“ wurden 1,5 Mio. Euro beschlossen.

Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, Soziale Verantwortung

Mit dem neuen „Aktionsprogramm Inklusion“ möchte die Baden-Württemberg Stiftung der UN-Behindertenrechtskonvention Rechnung tragen. Menschen mit Behinderung sollen unterstützt werden, an gesellschaftlichen Aktivitäten auf allen Ebenen teilnehmen zu können. Dafür sollen zum einen Inklusionsbegleiter qualifiziert werden, die den Betroffenen und Angehörigen Möglichkeiten zur selbstbestimmten Gestaltung des Lebens aufzeigen. Zum anderen soll ein Qualifizierungsprogramm zur Schulbegleitung aufgebaut werden, um Kindern mit Behinderung eine gleichberechtigte schulische Teilhabe zu ermöglichen. Der Aufsichtsrat bewilligte für das Programm 2,5 Mio. Euro.

Das Suchtpräventions-Programm greift zwei wichtige Aspekte auf: Sucht im Alter und Mediensucht bei Kindern und Jugendlichen. Vier Prozent der 14- bis 16-Jährigen sind laut einem Bericht des Bundesministeriums für Gesundheit internetabhängig. Der Verlust des Vermögens, zwischen virtueller Scheinwelt und realer Welt unterscheiden zu können, ist ein Symptom von Mediensucht. Das Programm, das mit 2,25 Mio. Euro ausgestattet ist, hat eine gezielte Informations- und Aufklärungsarbeit von jungen Menschen im Alter von 12 bis 20 Jahren und die Miteinbeziehung der Eltern zum Ziel. Daneben sollen die bestehenden Modellprojekte zum Thema „Sucht im Alter“ weitergeführt und ausgebaut werden.

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Pressemitteilung

Die Liste mit allen bewilligten Projekten finden Sie hier.

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